Das war der 31. Mainzer Allergie-Workshop

31. März 2019

Preisträger bei der DGAKI-Frühjahrstagung 2019

Fünf Gewinner von Abstract-Preisen (von li. nach re.: Dr. Helge Meyer, Oldenburg; Robert Ose, Mainz; Prof. Dr. Matthias Kramer stellvertr. für Federico Storni, Bern; Sylvia Wagenknecht, Hannover; Dr. Susanne Mommert, Hannover mit Dr. Ilka Radüge stellvertr. für den Preisstifter ALK-Abelló Arzneimittel GmbH, Hamburg, 2. von re.) beim 31. Mainzer Allergie-Workshop, flankiert von Tagungsekretär Prof. Dr. Joachim Saloga (li. außen) und DGAKI-Präsident Prof. Dr. Thomas Werfel (re. außen).

Die Tagung am 29. u. 30. März 2019 mit aktuellen allergologisch-immunologischen Forschungsergebnissen war erneut gut besucht. Konnten Sie nicht dabei sein? Hier können Sie noch das Programm herunterladen:

31. Mainzer-Allergie-Workshop-Prog_110119_Print.pdf

Merken Sie sich März 2020 für die 32. DGAKI-Frühjahrstagung vor; besonders junge Forscher, Doktoranden, Ärzte und Wissenschaftler haben hier Gelegenheit frische Ergebnisse vorzustellen und mit „alten Hasen“ zu diskutieren. Die Termine für nächstes Jahr werden rechtzeitig bekanntgegeben! Hier geht es direkt zur FOTOGRAFISCHEN NACHLESE.

Der Webmaster, 01.04.2019


Klassische Allergenbelastung im April: BIRKENPOLLEN

31. März 2019


Birke reif zur Blüte, Mainz, Ende März 2019, Foto: J. Kleine-Tebbe

10 Fakten zur Baumpollen-Allergie

  1. Hasel- u. Erlenpollen waren 2019 bereits im Februar unterwegs (die schönsten Pollenkurven im Netz bei Dr. Wachter: http://www.pollenflug-nord.de) und haben für die Erlenpollen in bestimmten Regionen Rekordhöhen erzielt.
  2. Birkenpollen – meist im April am Start – werden derzeit richtig reif (zunächst im Westen bei milden Temperaturen); die nächsten warmen Tage im April bedeuten daher zunehmende Belastungen in ganz Zentraleuropa!
  3. Ihr wichtigstes Hauptallergen – Majorallergen Bet v 1 (von Betula verrucosa) – ist seit >30 Jahren bekannt (dank dänischer Wissenschaftler: Henrik Ipsen und Henning Løwenstein)
  4. Die Bet v 1-Familie beherbergt viele strukturähnliche Proteine (Allergene):
  5. Darin liegt die Ursache sogenannter Kreuzreaktionen
    a) gegen Hasel-, Erlen-, Hainbuchen-, Buchen- und Eichenpollen mit ähnlichen Major-Allergenen (AUSNAHME: Esche als Mitglied der Ölbaumgewächse wie dem Olivenbaum)
    b) gegen pflanzliche Nahrungsmittel (=häufigste Form der Nahrungsmittelallergie im Jugendlichen- und Erwachsenenalter) mit Bet v 1-homologen Allergenen, z. B. in Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsichen, Nektarinen, Kiwi, Feigen, Haselnüssen, Walnüssen, Mandeln, Karotten, Sellerie, Soja u.a.
    TIPP für Betroffene: Nur das meiden, was nicht vertragen wird und zwar nur in roher Form!
  6. Bet v 1-homologe Allergene sind a) thermo- und b) säurelabil:
    a) daher machen nur die rohen Nahrungsmittel Probleme;
    b) häufig bleiben die Reaktionen auf die Mundhöhle und den Rachen beschränkt.
  7. Manchmal reagieren Birkenpollen-Allergiker auch heftig: z.B. auf Haselnüsse, Karotten, Sellerie oder Soja (nur auf rohes, ungegartes Protein!)
  8. Inzwischen gilt die Bet v 1-assoziierte Soja-Allergie (bei Birkenpollen-Allergikern) als häufigste Form einer Soja-Allergie in Nord- und Mitteleuropa.
  9. Wirksame Pharmaka bei Pollenflug sind wie bei anderen allergischen Atemwegsbeschwerden Kortison-haltige Asthma- bzw. Nasensprays und nicht-sedierende Antihistaminika als Tabletten, Augentropfen und Nasensprays. VORSICHT: Kortison-Depotspritzen ins Gesäß…diese Injektionen legen für einige Wochen die Kortisonachse lahm, können Dellen im Fettgewebe hinterlassen und werden nicht empfohlen.
  10. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ist die einzige Behandlung, die nachhaltig die Beschwerden (und den Medikamentenverbrauch) in der Baumpollen-Saison lindern und außerdem Asthma und Neu-Sensibilisierungen vorbeugen kann.

Berlin, 01.04.2019

Wollen Sie mehr wissen? Benötigen Sie Kontakt zu Experten zu diesem Thema?
Wenden Sie sich einfach an die Pressestelle der DGAKI (Der Webmaster).


Neue Therapien in alten Gemäuern – EAACI-Meisterklasse zu Biologika

17. März 2019

Die EAACI Master Class on Biologicals findet in San Lorenzo de El Escorial, Spain, vom 3 – 4 Mai 2019 statt.

Die Meister-Klasse dient einem besseren Verständnis, wann und wie Biologika bei atopischen u./o. Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden.  Das Wissen um Grundlagen und individuelle Wirkmechanismen ist Dreh- und Angelpunkt zum erfolgreichen Einsatz. Die Master Class der europäischen Allergologen-Vereinigung EAACI richtet sich an alle Kliniker, Wissenschaftler und Laborexperten mit Interesse an und Bezug zu atopischen u./o. Autoimmunkrankheiten. Schauen Sie sich das Programm der „Master Class on Biologicals“ an und registrieren Sie sich hier! Der Webmaster, 17.03.19


Erlenpollen mit Rekordhoch – Drastische Allergenbelastungen für Baumpollenallergiker

10. März 2019

Pollenflugdaten verschiedener Standorte laut Dr. Wachters Pollenflug-Report (http://www.pollenflug-nord.de/): Die schönsten Pollenkurven im Netz!

Foto (J. Kleine-Tebbe): Schwarzerle nach der Blüte – alles schwarz – Blütenstände nach der Abgabe der Pollen und ihrer Allergene.

Es hat sich herumgesprochen: 2019 war ein Rekordjahr für Erlenpollen! Durch die Allergenverwandtschaft hatten die Birkenpollen-Allergiker in Deutschland nichts zu lachen. Massive Allergiesymptome durch die Allergene der Erle brachten viele Betroffene zur Verzweifelung – besonders wenn die üblichen Medikamente versagten. Lesen Sie mehr!

Wir wird es weitergehen? Wird die bevorstehende Birkenpollensaison ebenfalls Rekorde brechen. Wissenschaftler und Ärzte sind keine Hellseher. Fragen Sie das Wetter Ende März und im April. Davon hängt maßgeblich die Belastung ab. Spätestens bei erneutem Augenjucken wissen die Betroffenen Bescheid: Es ist soweit!

10 Fakten zur Allergie durch Erlenpollen:

  1. Erlenpollen fliegen während milder Winter bereits im Februar, bei kaltem Winter eher im März; 2019 ging es wegen steigender Temperaturen offenbar ab Mitte Februar richtig los – zuerst der Haselpollenflug und dann verfrüht eine massive Erlenpollenbelastung.
  2. Das Major-Allergen Aln g 1 der Schwarzerle ist in diversen Varianten in den Pollen sämtlicher Erlenarten vorhanden.
  3. Aln g 1 gehört zur Familie der pflanzlichen Stressproteine („pathogenesis-related protein family 10“, kurz PR-10-Proteine) oder Bet v 1-Homologe;  gemeinsames Merkmal ist eine ähnliche Struktur und Ähnlichkeit zum Major-Allergen Bet v 1 der Birkenpollen
  4. Vermutlich stellt Bet v 1 in unseren Breiten die primäre Sensibilisierungsquelle für Baumpollen-Allergiker dar
  5. Durch Kreuzreaktionen (IgE-Bindung ähnlicher Proteine, z.B. aus der Gruppe der Bet v 1-Homologen) entwickeln viele Birkenpollen-Allergiker während der Blüte von Hasel, Erle, Buche, Hainbuche und Eiche allergische Symptome (Augenjucken, Niesanfälle, laufende u./o. verstopfte Nase)
  6. Bet v 1-bedingte IgE-vermittelte Kreuzreaktionen sind in Nord- und Mitteleuropa die häufigste Ursache von Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter!
  7. Nach Genuss roher, ungegarter Hasel-, Walnüsse u. ggfs. Mandeln, Äpfel, Birnen,  Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen, Kiwi, Feigen, Karotten, Sellerie und Soja lösen darin enthaltene Spuren der Bet v 1-homologen Proteine häufig lokale Beschwerden in Mundhöhle und Rachenraum, manchmal auch schwere, bedrohliche allergische Reaktionen aus
  8. Die genannten pflanzlichen Lebensmittel werden im gegarten Zustand meistens gut vertragen (sofern sie ausreichend erhitzt wurden!)
  9. Durch Anpflanzung und Verbreitung der sog. Purpurerle (Alnus spaethii) mit besonders früh einsetzender Blüte können bereits Ende Dezember örtliche Erlenpollenbelastungen vorkommen – sorgfältige Beobachtungen und Recherchen des Schweizer Landarztes Dr. med. Markus Gassner lassen kein Zweifel daran: die Purpurerle ist offenbar für viele Baumpollenallergiker Auslöser unerwünschter Allergiebeschwerden bereits zur Weihnachtszeit.
  10. Die betroffenen Erlenallergiker unterscheiden sich durch die ausgeprägte Kreuzreaktionen allergietypischer IgE-Antikörper nicht von anderen Baumpollenallergikern: Ob Birke, Hasel, Erle, Buche, Eiche – in unseren Breiten sind diese Allergenquellen über das Bet v 1 sehr eng verwandt. Nach neueren Erkenntnissen können die betroffenen Allergiker auch mit einem reinen Birkenpollenextrakt zur Allergen-Immuntherapie (=“Hyposensibilisierung) langfristig wirsam behandelt werden.

Weitere Informationen über den DGAKI-Presse- u. Medienkontakt


Studien-Tabellen zur SIT-S2k-LL endlich aktualisiert

22. Dezember 2018

Kurz vor den Feiertagen war es soweit: die aktuellen Studien-Tabellen zur spezifischen Immuntherapie (SIT) sind wieder online verfügbar! Eigentlich zur halbjährlichen Aktualisierung vorgesehen gab es diesmal Verzögerungen. Grund waren fachliche Diskussionen um die Bewertung von klinischen Studien und ihre methodische Qualität.

Sämtliche berücksichtigten Studien wurden daher von einem Mitarbeiter der AWMF evaluiert und mit Evidenzgraden versehen. Diese sind jetzt zusammen mit ergänzenden Bemerkungen in den SIT-Tabellen (Baumpollen, Gräserpollen, Hausstaubmilben) ersichtlich. Damit ist der Weg zu mehr Transparenz bei der Studienbewertung geebnet.

Die kommende Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie (AIT) wird auf S3-Evidenzniveau angehoben. Dann werden sämtliche AIT-Studien nach international üblichen und vordefinierten Kriterien bewertet. Das bedeutet einen entscheidenden Schritt nach vorn für die produktspezifische Bewertung von Präparaten zur AIT. Hier gilt Deutschland als Vorreiter und ist – besonders durch die Impulse der Abteilung Allergologie des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)  –  weltweit führend auf dem Weg zu einer modernen, Evidenz-gestützten Allergen-Immuntherapie.

Aktuelle Informationen zur AIT finden Sie auch im neuen „Weißbuch Allergie in Deutschland“ (siehe unten):

Allergen-Immuntherapie-Kapitel im Weissbuch_Allergie_2018.pdf

22.12.2018, der Webmaster


Weißbuch Allergie 2018 – Aktuelle Bestandsaufnahme u. Gemeinsame Forderungen

12. Dezember 2018

Rund 30 Millionen Menschen leiden in Deutschland an allergischen Erkrankungen – Tendenz steigend. Doch trotz der alarmierenden Zunahme dieser Volkskrankheit und ihrer gravierenden Auswirkungen auf die Betroffenen und unsere Volkswirtschaft ist die allergologische Versorgung hierzulande mangelhaft.

Die 4. Auflage des „Weißbuch Allergie in Deutschland“ versammelt unter dem Dach der Fachgesellschaften AeDA, DGAKI und GPA Experten der verschiedenen allergologischen Bereiche zu einer aktuellen Bestandsaufnahme.

Ziel ist es, Verantwortliche in gesundheitspolitischen Entscheidungsgremien wachzurütteln, um die Situation der Menschen mit allergischen Erkrankungen endlich entscheidend zu verbessern.

Konkrete Forderungen an Politik, Kostenträger im Gesundheitswesen, Wissenschaft und Medizin sind abschließend in einem Kapitel zusammengfasst und untermauern den dringenden Handlungsbedarf in vielen Feldern im Hinblick auf die Volkskrankheit „Allergie“.

Die Herausgeber: Thomas Werfel (DGAKI), Ludger Klimek (AeDA), Christian Vogelberg (GPA

Weißbuch Allergie in Deutschland: Springer Medizin Verlag GmbH, 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN 978-3-89935-312-9, ISBN 978-3-89935-313-6 (eBook), Preis: 39,99 Euro

Aktuelle_Presse-Mitteilung_Weißbuch-Allergie_12-12-2018.docx

Aktuelle_Presse-Mitteilung_Weißbuch-Allergie_12-12-2018.pdf

Sind Sie Medien- oder Presservertreter? Dann bestellen Sie noch heute Ihr eigenes „Weißbuch Allergie in Deutschland“ in der DGAKI-Geschäftsstelle!


Wir gratulieren: DGAKI-Wissenschaftspreise für besondere Forschung

30. Oktober 2018

Beim diesjährigen 13. Deutschen Allergiekongress in Dresden haben junge Forscher erneut Wissenschafts-Preise erhalten (Foto unten). Von den DGAKI Junior Members wurden diesmal
Samira Saleh, Rostock 2. von li., [Bestimmung des antigenspezifischen T-Zellprofils (direkt und ex-vivo) während der Einleitung einer Wespengift Immuntherapie durch Anreicherung antigenspezifischer T-Zellen],
Dr. Stefan Mühlenbein, Marburg 3. von li. [IgE-vermittelte Ko-Faktor-verstärkte Anaphylaxie auf Gerstenmalz] und
Dr. Valérie Trendelenburg, Berlin 3. von re. [Schwellenwert, Organbeteiligung und Schweregrad unter wiederholter Nahrungsmittelprovokation sind häufig nicht reproduzierbar] für ihre Arbeiten ausgezeichnet:

Foto: Preisträger unter den Junior Members (s.o.), re. flankiert von den Sprecherinnen der Junior Members, Michèle Myriam Rauber und Dr. Julia Elisabeth Pickert bzw. dem DGAKI-Präsidenten Prof. Dr. Thomas Werfel, li.

Weitere Wissenschaftspreise gingen an (im Foto unten mit Prof. Thomas Werfel von li. nach re.):
Dr. Matthias Reiger, Augsburg und
Jana Mehlich, München (jeweils Nachwuchsförderpreis, Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn)
PD Dr. Patrick M. Brunner, MSc, Wien (Förderpreis „Neue Immunologische Therapien atopischer/allergischer Erkrankungen“, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH),
Dr. Jose Oteros, München (Förderpreis „Spezifische Immuntherapie“, Allergopharma GmbH & Co. KG, Reinbek)
PD Dr. Daniel Piotr Potaczek, Marburg (Förderpreis „Neue Immunologische Therapien atopischer/allergischer Erkrankungen“, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH)


Allergologie: Droht ein massiver Qualitätsverlust bei der Patientenversorgung?

16. Oktober 2018

Vor einer drastisch sinkenden Qualität bei der Versorgung von Allergiepatienten warnen maßgebliche Allergieexperten. Hintergrund ist ein Beschluss zur Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO) für den Zusatztitel „Allergologie“. Dieser wurde im Mai 2018 beim 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt gefasst. Demnach soll die bisher für die Zusatzbezeichnung „Allergologie“ notwendige 18-monatige praktische Ausbildung unter Anleitung und Aufsicht komplett wegfallen. Allergologen befürchten deshalb in Deutschland zukünftig erhebliche Qualitätsverluste bei der Versorgung von Allergiepatienten.

Die ärztliche Weiterbildung zum Allergologen soll eine optimale Ausbildung für die Diagnose und Therapie von Allergiepatienten sicherstellen. Sie beinhaltet theoretisches Wissen als auch Praxiserfahrung unter Anleitung. Zukünftig soll es jedoch für HNO-, Haut-, Kinder- und Lungenärzte möglich sein, den Zusatztitel „Allergologe“ durch eine rein „berufsbegleitende Weiterbildung“ zu erlangen, d.h. ohne Praxiseinsatz bei erfahrenen ÄrztInnen. „Damit gibt es keine festgelegten Weiterbildungszeiten mehr. Es genügt, wenn der Ausbilder dem auszubildenden Allergologen eine Bescheinigung ausstellt, die die Erfüllung der inhaltlichen Auflagen bestätigt“ betont Prof. Dr. Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): „Konkret heißt das, die Ärzte können die Zusatzqualifikation quasi nebenbei im laufenden Betrieb parallel zu ihrer Tätigkeit in Klinik oder Praxis erwerben.“

„Wie man darauf kommt, dass 18 Monate Praxiserfahrung unter Anleitung plötzlich verzichtbar seien, kann niemand nachvollziehen. Schließlich gilt es auch schwer, z.T. lebensgefährlich Erkrankte oder kompliziert zu behandelnde, chronisch allergiekranke Menschen zu betreuen“, kritisiert Prof. Werfel. „Allergologie ist aufgrund der Bandbreite der Symptome und verwandten Diagnosen oft Detektivarbeit. Praxiserfahrung ist daher unerlässlich, um Symptome richtig deuten zu können und die richtige Behandlung einzuleiten“. Sollte der Beschluss des Ärztetages umgesetzt werden, können Patienten die Qualifikation von Ärzten mit dem Zusatztitel „Allergologie“ gar nicht einordnen. „Für sie wird es dann nicht möglich sein zu erkennen, ob ein Arzt mit dem Zusatztitel Allergologe wirklich erfahren im Umgang mit schwer Betroffenen und nach dem bisherigen oder nach dem neuen System ausgebildet wurde“ so Prof. Werfel.

Im Bereich Allergologie nimmt Deutschland bereits jetzt eine Sonderstellung ein. Während in 22 europäischen Ländern eine dreijährige Ausbildung zum Allergologen vorgesehen ist, gilt für Deutschland eine qualifizierte Zusatzausbildung von derzeit 18 Monaten als ausreichend. Einen Facharzt für Allergologie, zuletzt in Frankreich eingeführt und in den meisten europäischen Ländern Standard, gibt es in Deutschland nicht.

Angesichts des drohenden Qualitätsverlustes bei der Versorgung der Allergiepatienten sind Gegenmaßnahmen zur MWBO geplant. So wird die DGAKI zusammen mit den anderen Allergiegesellschaften und Patientenverbänden alle Kräfte bündeln, damit der Beschluss des Ärztetages in dieser Form nicht umgesetzt wird. „Der Zusatztitel Allergologie muss mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung gekoppelt – alles andere wäre Etikettenschwindel“, so Prof. Werfel.

Pressemitteilung der DGAKI, Berlin-Hannover Oktober 2018
Mehr zum Thema über die DGAKI-Geschäftsstelle, info@dgaki.de


Das war der 13. Deutsche Allergie-Kongress (DAK) in Dresden

8. Oktober 2018

Am 29.09.2018 endete der diesjährige Deutsche Allergie-Kongress der drei allergologischen Gesellschaften: GPA (Schirmherr 2018 mit Kongress-Präsidenten Prof. Dr. Christian Vogelberg ind Dr. Lars Lange), AeDA und DGAKI hatten ein spannendes und visionäres Programm entworfen: „Für eine Welt ohne Allergien„. Drei Tage intensive Diskussion und kollegialer Austausch zwischen den Teilnehmern – Allergologen, Fachärzte, Wissenschaftler und Ernährungsfachkräfte an einem Tisch.

Collage: DGAKI-Präsidenten (oben li.) Prof. Thomas Werfel (Hannover) und Prof. Eckard Hamelmann (Bielefeld)  vor der DGAKI-Plenumssitzung (oben re.): „Allergenspezifische Immuntherapie: Was verlangt die Zukunft?“.
Besonderes Ereignis: Vorstellung der in Kürze erhältlichen, von DGAKI, AeDA und GPA konzipierten Faktensammlung 2018: „Weißbuch Allergie in Deutschland“ (unten re.).
Interdisziplinäre Spezial-Workshops (z.B. gemeinsam organisiert von der DGAKI und dem Immunologenverband DGfI) mit wisschenschaftlichen Leckerbissen (untern li.).

Der nächste Deutsche Allergiekongress findet vom 26.-28.09.2019 in Hannover unter der Schirmherrschaft der DGAKI statt. Auch zukünftig arbeiten die 3 Allergiegesellschaften eng zuammen: Ein großer Dank an die Organisation im Hintergrund (z.B. in den Geschäftsstellen mit Fr. Wiebke Filsinger/DGAKI, Fr. Ursula Raab u. Fr. Carin Fresle/AeDA u. Fr. Ute Lohschelder-Dreuw/GPA, siehe Foto unten), die Aktivitäten der DGAKI Junior Members (Foto unten) und die Logistik durch die Kongress-Agentur wikonect. Blockieren Sie schon jetzt Ihren Kalender für die wichtigste wissenschaftliche und Fortbildungstagung zu allen Aspekten allergischer Erkrankungen vom 26.-28.09.2019 in Hannover!

Berlin, 08.10.18 (Fotos J. Kleine-Tebbe)


NEU: Kritische DGAKI-Position zum unbegründeten Glutenverzicht

17. August 2018


Die „Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS: non celiac gluten sensitivity)“ ist nicht nur bei Laien, sondern auch zunehmend in Fachkreisen eine populäre Diagnose, obwohl ihre Existenz und die verantwortlichen Auslöser bis heute kontrovers diskutiert werden. Die aktuelle DGAKI-Stellungnahme (siehe unten: PDF-Dateien zum freien Download) enthält wichtige Überlegungen aus allergologischer und ernährungsphysiologischer Sicht:

  1. Aufgrund häufiger Selbstdiagnosen, unklarer Häufigkeit und unbestätigter Entstehung (Ätiologie) der NCGS sind geprüfte Diagnosekriterien und/oder verlässliche Laborwerte (Biomarker) notwendig.
  2. Infolge hoher Nocebo- und häufiger Placebo-Effekte konnte Gluten bislang nicht sicher als Auslöser einer NCGS identifiziert werden. Folglich sind doppelblinde-placebokontrollierte Provokationen bei Verdacht auf NCGS nur in modifizierter Form (erhöhtes Verhältnis von Placebo zu Verum) geeignet.
  3. Zahlreiche Störgrößen (Confounder) erschweren die Bewertung subjektiver Symptome unter glutenarmer/-freier Kost. Unabhängig vom Glutenverzicht sind z. B. durch vermehrten Gemüseverzehr physiologische Verdauungseffekte zu erwarten, die die Symptome mindern können.
  4. Eine streng glutenfreie Kost ist bei einer gesicherten Zöliakie wissenschaftlich begründet und unerlässlich! Bei einem medizinisch unbegründeten Glutenverzicht überwiegen jedoch potentielle Nachteile und Risiken.
  5. Aktuell kann wegen fehlender überzeugender Diagnosekriterien bei Verdacht einer NCGS ausschließlich eine sorgfältige Differential-Diagnostik empfohlen werden. Hierzu gehören eine sorgfältige Anamnese, einschließlich eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs, eine allergologische Diagnostik und ein sicherer Ausschluss einer Zöliakie.

Die Autoren (Allergologen, Gastroenterologen und Ernährungswissenschaftler sowie Vertreter einer Patientenorganisation) befürworten ein derartiges strukturiertes Vorgehen, da ohne eine angemessene, medizinisch gesicherte Diagnose eine längere Glutenkarenz nicht zu empfehlen ist.

Zum Herunterladen der aktuellen DGAKI-Position (1. deutsch, 2. englisch) klicken Sie auf die PDF-Symbole oder die zugehörige Textzeile:

1. (Reese I et al Nicht-Zoeliakie-Gluten-Weizen-Sensitivitaet (NCGS) DGAKI-Positionspapier Allergo Journal 8-2018.pdf) Deutsche Version

2. (Reese I et al Non-Celiac-Gluten-Sensitivity (NCGS) German Position Paper Allergo J Int 8-2018.pdf) English Version


Starker Auftritt: Die DGAKI beim EAACI-Kongress 2018

31. Mai 2018

Nach 4 prallen Tagen endete am 30.05.2018 der diesjährige europäische Allergiekongress: Ein voller Erfolg für alle Beteiligten, z.B. Kongress-Präsident Prof. Carsten Schmidt-Weber mit Prof. Erika v. Mutius u. Prof. Tilo Biedermann, international forschungsaktiven Münchener Kollegen (Mitte oben von re. nach li.).

DGAKI-Präsident Prof. Thomas Werfel (li.) moderierte das gemeinsame „Joint-Symposium“ von DGAKI u. EAACI am 26.05.18 (siehe unten Mitte) zum Thema: „Innovative therapeutical approaches with novel antibodies and small molecules in allergic diseases“.

Fr. Filsinger (unten re.) von der DGAKI-Geschäftsstelle in Hannover, hier mit Dr. Julia Pickert (Fachbereich Allergologie, UKGM Marburg, li.) und Michèle Rauber (Sektionssprecherin der DGAKI Junior Members, Mitte), betreute den DGAKI-Stand im „Clinical Village“ auf dem EAACI-Kongress. Die Zusammenarbeit zwischen DGAKI und EAACI wird auch zukünftig wertvolle Früchte tragen!
Berlin, 31.05.2018; der Webmaster


Daumen hoch für die Preisträger beim 30. Mainzer Allergie-Workshop 2018

26. März 2018

Herzlichen Glückwunsch für die DGAKI-Preisträger (von li. nach re.): Dr. med. Benedikt G. Hofauer (Clemens-von-Pirquet-Stipendium),  Mathias Schuppe, Frerk Hinnerk Beyer, Alexandra Schröder und Priv.-Doz. Dr. med. Guido Heine (Mainzer Abstract-Preise, gestiftet von ALK-Abelló, Hamburg, vertreten durch Prof. Dr. Eike Wüstenberg, 2. v. re.).

Überreicht wurden die Preise im Rahmen des 30. Mainzer Allergie-Workshops vom Tagungsleiter Prof. Dr. Joachim Saloga (li. außen) und DGAKI-Präsident Prof. Dr. Thomas Werfel (re. außen).

Fast voll besetzer Hörsaal und intressierte Teilnehmer aus ganz Deutschland beim 30. Allergie-Workshop. Anderthalb Tage Allergie-Forschung aus erster Hand, lebhafte Diskussion und gute Stimmung – das Organisationsteam (unten re. mit Priv.-Doz. Dr. Iris Bellinghausen/Mitte) hat ganze Arbeit geleistet. HIER zur fotografischen Nachlese mit >100 Bildern! Verpassen Sie nicht den 31. MAINZER ALLERGIE-WORKSHOP am 29./30.03.2019.


Das war der 12. Deutsche Allergologiekongress! Das Motto in Wiesbaden: Forschung ▪ Fortbildung ▪ Versorgung

10. Oktober 2017


Ein runder Erfolg für die 3 Allergiegesellschaften in Deutschland – der gut besuchte 12. Deutsche Allergiekongress (DAK) in Wiesbaden vom 05 – 07.10.2017. Eine breite Themenauswahl stellte sicher, das alle Fachgruppe auf ihre Kosten kamen, ob HNO-Arzt, Hautarzt, Kinderarzt, Pneumologe oder Allgemeinmediziner. Leider spiegelt sich der Fortschritt nicht überall im Alltag der allergologischen Versorgung wider – auch das wurde beim 12. DAK intensiv diskutiert. Nur durch die stetige Zusammenarbeit der allergologischen Gesellschaften kann das facettenreiche und innovationsträchtige Querschnittsfach überleben.

Mittlere Fotoreihe: li. Preisträger des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA); Mitte: Kongresspräsidenten Ludger Klimek (re.) und Wolfgang Wehrmann (li.); re. Preisträger der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klin. Immunologie (DGAKI) mit Präsident Thomas Werfel.

In Kürze geht es hier direkt zur „fotografischen Nachlese“! (der Webmaster)


Blockieren Sie Ihren Kalender – für die wichtigste Allergietagung 2018!

28. Juni 2017


DGAKI-„StartUp“ 2017 in die Zukunft: Neue AG „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“

13. Juni 2017

Die Therapie schwerer atopischer / allergischer Erkrankungen zeigt seit einigen Jahren bahnbrechende Neuerungen.

Die ersten spezifischen Antikörper (Biologika) für diese Indikationsgruppe wurden bereits zugelassen. Eine Reihe weiterer neuer Substanzen befindet sich aktuell in klinischen Studien, noch mehr werden derzeit präklinisch untersucht.

Diese Entwicklung wird von der DGAKI als wissenschaftliche Fachgesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie einhellig begrüßt!

Beim diesjährigen DAK 2017 in Wiesbaden soll daher eine neue Arbeitsgruppe „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“ (Arbeitstitel) entstehen. Wie andere AGs der DGAKI auch, wird die AG sowohl wissenschaftliche als auch klinische Thematiken anpacken.

Alle interessierten DGAKI-Mitglieder sind zur Mitarbeit in der AG und zur Gründungsversammlung herzlich eingeladen!

Kommen Sie am 5. Oktober 2017 um 13:15 Uhr nach Wiesbaden (parallel zum Deutschen Allergiekongress, Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben). Wir würden uns freuen, wenn Sie der DGAKI-Geschäftsstelle Ihr Interesse an einer aktiven Mitarbeit bereits vor der Gründungsversammlung formlos mitteilen (bitte an info@dgaki.de). Inhaltliche Anregungen für die Arbeit der AG nimmt unser aktueller DGAKI-Präsident gerne direkt entgegen. Werden Sie aktiv und gestalten die allergologische Zukunft mit!

Dazu ein aktueller DGAKI-Förderpreis 2017„Neue immunologische Therapien atopischer/allergischer Erkrankungen“; STECKBRIEF:

Gesucht: herausragende Originalarbeit
Eigenschaften: besondere wissenschaftliche Arbeit im Themenfeld innovativer immunologischer Therapien (z.B. spezifische Antikörper/Biologika, Peptide, small molecules, usw.)
Zweck: Förderung jüngerer Wissenschaftler (bis zu drei Personen) aus dem deutschen Sprachraum
Ausschluss: Lebensstellung und >40 Jahre alt, Angestellte von Industriefirmen
Inhalte: neue innovative Therapieansätze im Bereich Allergologie/Atopie/Asthma (z.B. spezifische Antikörper/Biologika, Peptide, small molecules, usw.)
Stiftung: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin
Preisverleihung: auf dem 12. Deutschen Allergiekongress 2017 in Wiesbaden
Preisgeld: 5.000,- Euro

Bewerbungsschluss:  31. August 2017

Mehr Informationen zum neuen Förderpreis der DGAKI:

Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen_Ausschreibung 2017-Sanofi

DGAKI AG „Biologika in der Therapie atopischer Erkrankungen“

Prof. Dr. med Thomas Werfel, MHH, Hannover

Präsident der DGAKI, E-Mail: werfel.thomas@mh-hannover.de


Preiswürdige Allergie- und Asthmaforschung: die DGAKI gratuliert!

27. Mai 2017

Die frisch gekürten Paul-Martini-Preisträger: Prof. Dr. rer. nat. Holger Garn (2. von links), DGAKI-aktiver Immunologie- und Asthmaforscher, und Prof. Dr. med. Harald Renz (3. von links), DGAKI-Präsident von 2010 bis 2016, hier mit Dr. Kristian Löbner von der Paul-Martini-Stiftung (links) und Prof. Dr. med. Stefan Endres (rechts), dem Leiter der Jury – am 1. Mai 2017 im Rahmen der 122. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Mannheim.

Für ihre Arbeit an einem neuen Medikament (inhaliertes DNAzyme zur spezifischen Blockade des Transkriptionsfaktors GATA-3) gegen allergisches Asthma erhielten die beiden Marburger Professoren den diesjährigen Paul-Martini-Preis für klinisch-therapeutische Arzneimittelforschung, dotiert mit 25.000 Euro. Innovative immunologisch-allergologische Forschung in Deutschland zahlt sich offenbar aus und findet internationale Beachtung – die zugehörige Publikation im New Engl J Med 2015 schlug zurecht breite Wellen! Die DGAKI gratuliert den Preisträgern von Herzen – die Arbeitsgruppe in Marburg hat den Preis haushoch verdient. 


NEU im NETZ seit 13.04.2017: Allergieinformationsdienst für Betroffene, Angehörige und Interessierte

13. April 2017

Startschuss für Informationsportal des HelmholtzZentrum München –  unterstützt durch das BMG

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Nach intensiver Vorbereitung ist es soweit: Aktuelle, wissenschaftlich geprüfte Informationen zu Allergien für die interessierte Öffentlichkeit ab sofort im Internet! Das HelmholtzZentrum bei München, wissenschaftlich beraten durch die DGAKI, präsentiert ein neues Portal und wird seine Tauglichkeit zukünftig  untersuchen.

Allergien werden zu Recht als „Volkskrankheit“ bezeichnet – die Betroffenen benötigen daher leicht zugängliche Informationen. Das Internet eignet sich bestens dazu, besitzt aber keine kritischen Filter. Somit besteht echter Bedarf an seriösen Inhalten und Quellen zum Thema Allergien. Diese Lücke füllt der neue Allergieinformationsdienst. Nutzen Sie dieses Angebot und unterstützen Sie die Betreiber durch konstruktives Feedback, Ergänzungswünsche und zusätzliche Details: http://www.allergieinformationsdienst.de/kontakt.html. Informieren Sie auch andere von diesem Allergieportal, damit es die gewünschte  Breitenwirkung erzielt!

Berlin, 13.04.2017    Prof. Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Presse- u. Medienkontakt der DGAKI.


Das war der Mainzer Allergie-Workshop 30./31.03.2017

1. März 2017

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Allergologie-Immunologie-Fortbildung aus 1. Hand:

DGAKI-Präsident Prof. Thomas Werfel (li.) und Tagungspräsident Prof. Dr. Joachim Saloga (re.) eröffneten die 29. wissenschaftliche Frühjahrstagung der DGAKI – den legendären Mainzer Allergie-Workshop.

Themen der Tagung und das komplette Programm vom 30./31.03.2017 in Mainz:
29._Mainzer Allergie-Workshop-Programm_2017.pdf

Hohes wissenschaftliches Niveau und lebendige Diskussion sind Markenzeichen dieser Tagung.  Hier geht es direkt zur FOTOGRAFISCHEN NACHLESE.

 


DGAKI mit Volldampf i.d. Zukunft – Vorstands-RETREAT in Hannover

23. Februar 2017

Neue Strategien bei Klausurtagung für die DGAKI – 1. Ansprechpartner in Deutschland für wissenschaftliche Fortschritte im Bereich Allergie-Immunologie

Prof. Dr. Thomas Werfel, Präsident der DGAKI, hatte nach Hannover eingeladen: 24 Stunden intensiver Austausch mit allen aktiven Experten des Verbandes – hier wurden die Weichen gestellt für die Zukunft:
DGAKI-Kommunikation rund um die wissenschaftlichen Aspekte der Allergologie, von den Grundlagen zum Erkennen und Behandeln allergischer Erkrankungen (Foto 23.02.17: Entspannter u. konstruktiver Sitzungsbeginn in Hannover):

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Themen des DGAKI-Marathons:

– Arbeitsgruppen und Fachsektionen, Nachwuchsentwicklung („Junior Members“)
– Leitlinienprojekte (für zukünftige ärzliche Handlungsempfehlungen bei Allergien) u. Koordination mit dem AWMF-Institut
– Situation der allergologischen Grundlagen- und klinischen Forschung,
– Neue Horizonte für das Allergo Journal International: Zukünftiger Impakt-Faktor im Visier für das bewährte DGAKI-Sprachrohr
– Gemeinsame Kongresse, z.B. der 12. Deutsche Allergie-Kongress 2017,
– eigene DGAKI-Fortbildungen für Wissenschaftler und Kliniker unter dem Dach der Allergie-Akademie der DGAKI

Erfahren Sie mehr zu den Entwicklungen in der DGAKI, z. B. im Allergo Journal oder direkt über die Website, die Geschäftsstelle oder den Presse- u. Medienkontakt. Beteiligen Sie sich! Der Webmaster.


Das war zum 9. Mal „Allergologie KOMPAKT“: DGAKI-Intensivfortbildung Ende Januar 2017 in Hannover

1. Dezember 2016

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Allergologie KOMPAKT 2017 hat sich wieder bewährt: Wissbegierige und hochinteressierte Teilnehmer haben den Marathon in Hannover erfolgreich überstanden (siehe fotografische Nachlese). Präsentationen, Fragen und intensiver Austausch zur gesamten ALLERGOLOGIE in 2,5 Tagen. Jedes Jahr im Januar: Die beste deutsche Kompakt-Allergologie-Fortbildung für interessierte Ärzte, abwechselnd in Hannover und München.

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Die Organisatoren, Prof. Ulrike Raap, Oldenburg mit DGAKI-Präsident Prof. Thomas Werfel, Hannover, und Prof. Ulf Darsow, München (nicht im Bild) haben ein beeindruckendes Programm serviert: Zum ersten Mal gab es nicht nur Expertenbeiträge und Tagungsunterlagen, sondern ein komplettes Begleitbuch (Allergologie kompakt 2016).

Was haben Sie verpasst? Das komplette Programm finden Sie hier. Falls Sie diesmal für die eigene Fortbildung zur klinischen Allergologie vom 26.-28.1.2017 in Hannover keine Zeit hatten, buchen Sie rechtzeitig „Allergologie KOMPAKT“ in München 2018 – die Termine stehen in Kürze fest!


DAS war die DGAKI-Spezialfortbildung: Allergie im Fokus am 13./14.01.2017

30. November 2016

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Die DGAKI-Veranstaltung „Allergie im Fokus“ im Januar 2017 in Berlin war ein voller Erfolg: Hochkarätige Referenten und interessierte Teilnehmer diskutierten gemeinsam
Neue Therapien in der Allergologie – Von der Immuntherapie zu den Biologika und neuen Molekülen

Hier geht es direkt zum Programm und fotografischen Nachlese.


Moderne Allergologie – Konzepte für die Zukunft

6. Juli 2016

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Der 11. Deutsche Allergiekongress in Berlin war ein spektakulärer Erfolg. Mit ca. 1.300 Teilnehmern, guter Atmosphäre und einem hochaktuellen Programm, das Sie hier noch finden können! Nutzen diesen LINK zur fotografischen NACHLESE oder demnächst käufliche Audio-Dateien mit den Präsentationen im AllergoPlenum.

Haben Sie Interesse an allergologischen Inhalten? Wollen Sie mit gestalten? Werden Sie aktiv und arbeiten Sie in den Sektionen oder Arbeitsgruppen der DGAKI mit! Der nächste Kongress ist schon in der Planung: 12. DAK 2017 vom 05.10 bis 07.10.2017 in Wiesbaden.


Es bleibt dabei:

3. Mai 2016

Keine Empfehlung für IgG(4)-Tests mit Nahrungsmitteln

Die neue Leitlinie zum Umgang mit Nahrungsmittelallergien spricht eine deutliche Sprache:

„Tests mit realen Messdaten, aber irreführender Interpretation: Bestimmungen von Immunglobulin G(IgG)- oder IgG4-Antikörpern bzw. Lymphozytentransformationstests mit Nahrungsmitteln erlauben keine Unterscheidung von Gesunden und Erkrankten, weder bei Nahrungsmittelallergie noch bei Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die mangelnde diagnostische Spezifität bedingt viele positive Befunde bei Gesunden. Nahrungsmittelspezifisches IgG oder IgG4 zeigt lediglich, dass das Individuum wiederholt Kontakt mit dem entsprechenden Nahrungsmittel gehabt hat und stellt eine physiologische Reaktion des Immunsystems auf ein Fremdprotein dar…. 

Vom Einsatz der IgG/IgG4-Bestimmungen mit Nahrungsmitteln bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit raten auch die EAACI (European Academy of Allergy & Clinical Immunology), der amerikanische (American Academy of Allergy, Asthma & Immunology, AAAAI) und der kanadische Allergologenverband (Canadian Society of Allergy and Clinical Immunology, CSACI) ab.“

Somit bleibt die Einschätzung von deutschsprachigen und internationalen Allergologen: IgG-Tests mit Nahrungsmitteln sind abzulehnen – Fernsehwerbung hin oder her. Allerdings ist es nicht zu verhindern, dass diese Tests unter diversen Bezeichnungen weiterhin über das Internet vertrieben werden. Die Stellungnahmen der DGAKI sind eindeutig und in folgenden Leitlinien zu finden:

PDFsymbolLeitlinie_Keine_IgG-Tests_mit_Nahrungsmitteln_2009.pdf

PDFsymbolLeitlinie_Management_IgE-vermittelter_Nahrungsmittelallergien-S2k-LL_Allergo-Journal_korrigiert_12-2015.pdf


Studienbewertung kurz und bündig:

3. Mai 2016

Worauf es ankommt bei Studien zur spezifischen Immuntherapie!

PDFsymbolCheckliste zur wiss. Aussagekraft von Wirksamkeitsstudien zur AIT.pdf

Die kurze Liste mit Kommentaren gibt Kriterien an die Hand, wie klinische Studien zur Hyposensibilisierungen (englisch: „Allergen-specific Immunotherapy“, kurz AIT) richtig bewertet werden. So kann die Qualität der veröffentlichten Daten kritisch überprüft werden. Weitere Informationen zur Evidenz der aktuell verfügbaren Produkte zur spezifischen Immuntherapie finden Sie hier.


DGAKI-Frühjahrstagung 2016: Allergieforschung aus 1. Hand!

10. März 2016

Immunologisch-allergologische Ergebnisse in der Diskussion
Nachlese zum 28. Mainzer Allergie-Workshop am 17./18.03.2016 (direkter LINK zur Fotoseite)

Das war das Programm 2016 (PDF-Datei zum Herunterladen) einfach hier klicken

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Prof. Dr. Joachim Saloga, Prof. Dr. Claus Bachert und Prof. Dr. Thomas Werfel (von li. nach re.)
zur Eröffnung im Hörsaal der Universitäts-Hautklinik Mainz

Freundliche Gastgeber der jährlichen allergologischen DGAKI-Frühjahrstagung